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Friday, 20 March 2020

Inspiration & Leadership in times of disruption


To everybody:

First of all I hope you and your families / loved ones are well! Health has become a top-most priority just in these days around the world.

We are currently experiencing a previously unthinkable major disruption of our daily lives all around the world. I guess we are all still trying to grasp the magnitude of what is happening – and we do it through a mix of anxiety, fear, activism, ignorance, slow-down, rejection, anger, acceptance etc…, each in his/her own way. We are in a crisis.


The Chinese characters for the word “CRISIS” mean “a point where things happen, change“. In the Western world, is it often said to mean “danger” and “opportunity” at the same time.

After being overloaded with a lot of negative information through media channels, I have found an inspiring article by Matthias Horx, leader of the “Zukunftsinstitut” (Institute of the Future). It is really worthwhile taking the time to read and reflect:


Take a moment to reflect for yourself: Which inner parts are critical about the exposed ideas? And which parts react positively towards them?  How do you personally want to behave and shape the time to come during and after Corona? And what type of behavior do you notice around you?







In this line, revisiting and adjusting your own value system is a very solid and also confident way looking forward. I personally have gone back to my own values several times during the past weeks.

The question is how we deal with the disruption in times of personal and economic worries.


I see this also as a chance for mindfully continuing to develop and practice (SELF-)LEADERSHIP.
How can I / we use the (forced) time-out to grow as a person, as a leader, as an organization and as a society?  

Here are some practical ideas on what to do (I make reference to the U-Theory of Otto Scharmer):

Level 1: MICRO (personal)
- Becoming aware and taking care of own emotional state, allowing for fear, anxiety, concern without getting overwhelmed
- Boosting own immune system: vitamins C, D, B12; healthy eating of fresh food; resting; fresh air (where possible); exercise
- Establishing a good daily routine of self-care: balance of working and resting time; attending your personal needs
- Accept the invitation to slow down
- Reducing stress by e.g. limiting news consumption, making case scenarios
- Using the time for new activities: reading a book; writing; mindfulness practice; creative activities
- Foster self-responsibility 

Level 2: MESO (family, work team)
- Allowing for time to exchange concerns, fears as well as opportunities, lookout
- Physical distancing while emotionally connecting
- Using virtual means to create proximity, understanding and care
- Being understanding and helping each other
- Using the time to create stronger bonding
- Discover new talents
- Foster group-responsibility

Level 3: MACRO (company / organization / community)
- Relying on existing set of values, connection and bonding
- Evaluating company habits and strategies
- Co-create on coping strategies, new ideas, re-adjusting for the future
- Prepare for the (new) situation after Corona
- Give trust for self-organization
- Strengthen the emotional bonding to clients, customers, providers, partners
- Foster organizational responsibility

Level 4: MUNDO (society)
- Help and support your neighborhood / community
- Live your own values in society: walk the talk
- Share best practices on a global level
- Actively shape the new world after Corona
- Foster global social responsibilities




Feel free to share these thoughts with people in your surroundings. It is now up to all of us, each individual, how we shape the time during and after Corona.

Above all stay healthy and take good care of yourself and your loved ones.

With warm regards,


Andreas

__________________________________________________

Andreas Hauser  MBA

Trainer ◦ Coach ◦ Consultant
Global Leadership & Management

Mobile   +49 171 3283067
Karl-Heine-Str. 33, D-04229 Leipzig

Monday, 7 January 2019

Buchbesprechung: Hochsensible Männer - Mit Feingefühl zur eigenen Stärke



Es gibt viele Bücher, die mir im Laufe eines Jahres in die Hände fallen -- und einige davon bleiben stark haften, weil sie mich inspirieren, mich führen, mir etwas erklären, oder einfach weil sie stimmige Begleiter sind auf meinem ganz persönlichen Entwicklungsweg.
"Hochsensible Männer. Mit Feingefühl zur eigenen Stärke" von Tom Falkenstein ist so ein Buch. Es spricht vieles aus, das schon lange in mir war; bringt Ordnung in eine Vielzahl von losen Gedanken und Erkenntnissen; und es ist es mehr als wert, anderen Männern auf der Suche nach sich selbst empfohlen zu werden.



Beim Lesen habe ich mir Notizen gemacht und gebe diese gerne als Zusammenfassung wieder. Achtung: das ersetzt NICHT das Lesen, da im Buch einerseits viele sehr nützliche Erklärungen als auch Interviews mit Männern und ihren eigenen Erfahrungen dargestellt sind! :-) Aber zumindest als Anhaltspunkt für Themenbereiche ist es nützlich -- die Arbeit an sich selbst erspart das Lesen sowieso nicht...

Ausgangspunkt des Buches ist ein in der heutigen Gesellschaft vorherrschendes toxisches Männerbild, das geprägt ist von Dominanz, Gewalt und dem Ignorieren von Gefühlen. Die dazugehörigen "Männlichkeitsregeln" besagen:
  1. Ein richtiger Mann ist ein Kämpfer und Gewinner. 
  2. Ein richtiger Mann ist ein Versorger und Beschützer (von Frauen & Kindern). 
  3. Ein richtiger Mann behält Kontrolle und Beherrschung. 
Warum muss es eine Gegenüberstellung von 'typisch männlich' und 'typisch weiblich' geben? Wie wäre es stattdessen mit einem Idealbild von 'typisch menschlich'?
  • freundlich
  • väterlich
  • brüderlich
  • wohlwollend
  • akzeptierend
  • gleichwertig
  • gemeinschaftlich
  • großzügig
  • fürsorglich
  • frei

Der Autor beschreibt in seinem Buch die Temperamenteigenschaft der Hochsensibilität nach Elaine Aaron.

"Das hochsensible Temperament ist eine Konstante im Leben, mit der Mann geboren ist und die sich durch das ganze Leben zieht."

Hochsensible Personen (Highly Sensitive Persons HSP) unterscheiden sich durch vier Eigenschaften:
  1. Gründliche Informationsverarbeitung (Depth of Processing)
  2. Übererregbarkeit (Overarousability)
  3. Emotionale Intensität inkl. Empathie (Emotional Intensity incl. Empathy)
  4. Sensorische Empfindlichkeit (Sensory Sensitivity)
Daraus ergeben sich für hochsensible Männer als größte Herausforderungen:
  • Übererregung / emotionale Intensität => beruhigen und regulieren
  • Selbstwert / Selbstakzeptanz => selbstbewusster werden und sich annehmen können 
  • Mangelnde Selbstfürsorge / Lebensstil => Bedürfnisse erkennen, Grenzen setzen, Auszeiten gönnen
  • Empfindliche Sensorik => Ruhe und Gestaltung der Umwelt

Empathie spielt dabei oft eine wichtige Rolle:
Empathie = die Fähigkeit zum einfühlenden Verstehen der Innenwelt eines anderen Menschen, d.h. seiner Emotionen, Gedanken, Bedürfnisse und Motive.

Im Umgang mit Übererregung und emotionaler Intensität empfiehlt der Autor vier Hauptstrategien -- alle mit dem Hintergrund, die vorhandenen Gefühle zu akzeptieren und mit ihnen umgehen zu lernen:
  1. ACHTSAMKEIT
    Beobachten innerer und äußerer Prozesse
  2. AKZEPTANZ
    Gedanken und Gefühle
  3. ENTSPANNUNG
    Körperliche und emotionale Ruhe
  4. IMAGINATION
    Innere Bilder für Sicherheit und Ruhe
Achtsamkeit ist die Basis, nicht direktes Mittel zum Zweck:
Achtsamkeit = Aufmerksamkeit ohne Kritik und ohne Bewertung; erst dadurch verändert sich die Beziehung zu
  • Gedanken
  • Gefühlen
  • Körperempfindungen
  • gegenwärtigem Moment
  • Verhalten
Dabei geht es von der reinen Beobachterrolle (den eigenen Autopilot bewusst machen) über die Auseinandersetzung (benennen, hinterfragen, spüren, nachgehen) letzlich hin zur Akzeptanz (ganz und gar ohne Vorbehalte annehmen).

Ebenso gilt es, ein Selbstmitgefühl zu entwickeln bzw. zu stärken:
  • Selbstfreundlichkeit (Self Kindness)
  • Gemeinsames Menschsein (Common Humanity)
  • Achtsamkeit für sich selbst (Mindfulness)

Gerade bei hochsensiblen Männern fällt oft ein wenig oder kaum ausgeprägtes Gefühl des Selbstwerts auf. In erster Linie geht es darum, Selbstvertrauen und Selbstfürsorge aufzubauen und zu pflegen.
Selbstwert = eigene Gefühle/Grenzen/emotionale Bedürfnisse wahrzunehmen, zu respektieren, zu verbalisieren und danach selbstverantwortlich zu handeln.
  • akzeptierende, achtsame und praktische Selbstzuwendung
  • gute, praktische Selbstfürsorge im Alltag 
Abschließend bedeutet das, dass gerade einen hochsensibler Mann seinen eigenen Weg der Selbstführung finden kann.

Und an dieser Stelle komme ich als Coach ins Spiel: nicht nur, dass ich mich schon vor Jahren selbst auf diesen Weg begeben habe und ihn seitdem in meinem ganze eigenen Rythmus mit Höhen und Tiefen gehe... sondern auch, weil ich Sie auf ihrem eigenen Weg mitfühlend und wertschätzend begleiten kann.

Sprechen Sie mich an und wir schauen gemeinsam, wie ich Sie mit meiner Erfahrung unterstützen kann.

Ich freue mich auf Sie!

selbst.werk
Andreas Hauser
Kolbestr. 3, 04229 Leipzig
www.selbstwerk.eu