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Monday, 22 July 2013

Interkulturelle Filme


Kinofilme als Quelle für 
interkulturelles (Miss-)Verständnis


Bewegte Bilder sagen mehr als 1000 Worte: Unter diesem Motto durfte ich dieses Jahr schon mehrere Vorträge und Workshops halten.  Und das Interesse an dieser spielerisch-bewegten Art des Lernens war jedes Mal sehr groß – offenbar kann hier noch einiges bewegt werden!

Eine Frage, die immer wieder aufkommt: "Welche Filme mit interkulturellem Hintergrund kann man denn empfehlen?"

Zumindest den Ansatz einer Antwort möchte ich mit diesem Blog-Artikel geben, in dem ich die mir bekannten und geschätzten Kinofilme vorstelle und verlinke. Wer noch mehr Film-Tipps hat, der ist herzlich eingeladen dazu – entweder per Mail an mich oder in der Kommentarfunktion!



OUTSOURCED – Auf Umwegen zum Glück

Ein US-amerikanischer Manager wird nach Indien geschickt, um den lokalen Nachfolger seines outgesourcten Geschäftsbereiches zu trainieren – und nachdem er natürlich vorher noch nie in Indien war, macht er natürlich eine Reihe von Dingen falsch...

Wunderbare Komödie mit Tiefgang und vielen herrlichen Szenen! 





WILLKOMMEN BEI DEN SCHTI'IS

Ein südfranzösischer Beamter wird in den Norden des Landes versetzt – für ihn und seine Familie ein totales Desaster, denn von den Menschen in Nord-Pas-de-Calais hält man nicht viel. Doch dann kommt natürlich alles anders...

Über 20 Millionen Besucher in Frankreich können nicht irren – ein Traum-Film! 
 





MY BIG FAT GREEK WEDDING

Ein Amerikaner und eine Griechin verlieben sich. So weit, so gut – doch als es zu den ersten interkulturellen Begegnungen kommt, wird die geplante "Hochzeit mit Familie" beinahe schon zum Alptraum... 

Wunderbare Komödie mit vielen guten Gags! 






 CITY OF LIFE

Der Schmelziegel von Dubai wird in diesem emiratischen Film tiefgreifend wiedergegeben. Die Schicksale eines reichen Emiratis, einer britischen Stewardess und eines indischen Taxifahrers werden vor der Glitzerkulisse untrennbar miteinander verwoben. 

Ein sehr kraftvoller, eindringlicher und auch kritischer Film über die sozialen Verhältnisse am Golf (original mit Untertiteln)!






L'AUBERGE ESPAGNOLE

In der spanisch-französischen Komödie treffen Erasmus-Studenten aus verschiedenen Ländern in Barcelona aufeinander – und damit sind die Missverständnisse bereits vorprogrammiert...

Sehr amüsanter Film, nicht nur für Studenten wertvoll! 


 
 


YOU DRIVE ME CRAZY

Mumbai, München und Tokio: Drei Fahrschulen, drei Fahrschüler und sechs Nationen: Wenn man den Führerschein in einem anderen Land noch einmal machen muss, prallen Fahrweisen und Kulturen aufeinander.

Absolut umwerfend und genial komisch!


  



TRANSNATIONALMANNSCHAFT

Fußball-WM im Sommer 2010. Im Mannheimer Stadtteil Jungbusch leben Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen – und alle haben sie ihre eigene Definition von Heimat, Kultur, Wurzeln und Leben. 

Mein absoluter Lieblingsfilm über Deutschland mit all seinen kulturellen Seiten! 





Jetzt ist es an Euch: Wer kann noch mehr Filmtipps beisteuern? 

Ich freue mich auf Hinweise und Links! :-) 


Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | Lecturer

www.developingculture.com


Sunday, 2 June 2013

Intercultural Management



Perception of Time:
 
A Key in Intercultural Cooperation


What is a deadline? 
How definite is a meeting start at 9 a. m.?
What planning horizons are adequate? 


In our daily interaction, time plays a major factor – whether it comes to assessing past successes, evaluating present status reports or defining future goals.

From an intercultural angle, this is subject to a lot of misunderstandings: different concepts of time exist across the world, and people have a broad variety of applying their own time standards to the private and the work environment. 

Recently, I have come across a wonderful animation film on youtube to touch this topic. With simple illustrations, it describes the differences and gives practical hints. It is 10 minutes long, but is definitely worth the time and highly engaging!




So, where would you place yourself? Past-, present- or future-oriented? And how does that show in working with you in daily life?

"Thinking in options" is my concept of opening up the own perception for different perspectives. Just imagine you are waiting for someone to arrive for a meeting and the person does not show up. This certainly has an effect on you, usually negative – since you are looking at the consequences for yourself.

But what is the actual reason for the late-coming? Here is a list of intercultural options...: 
  • Traffic jam
  • Demonstration of power
  • Coincidential meeting of a friend
  • Testing of your patience
  • Negligence
  • Negotiation tactics
  • Meeting forgotten
  • Religious reasons
  • Emergency in the family
  • Wrong planning
  • Status
  • Control
  • Arrogance
  • Politeness
  • Respect
Coming late out of respect? Unusual concept, but applied in some cultures – I have experienced it myself several times...


The author of the film above references a wonderful book on the concept of time, where Robert Levine measured the pace of life in different countries. The results are not really surprising, as my list taken from the book shows:




Here is the amazon link to the book: 

Robert Levine: A Geography of Time

 


From my personal experience as an intercultural manager and trainer, I perceive the different understanding of time as one of the top threats to successful cooperation. So deeply engraved in the values of cultures and people, it needs to be thoroughly included in the planning of joint projects. 

And even on a personal level, it can create strange situations: while in Germany, a dinner invitation at 7 p.m. should be followed quite closely – the same timing in Latin America might mean an arrival of the guests some time after 8 p.m.... 

:-) 


Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | Lecturer

www.developingculture.com


 

Sunday, 20 January 2013

IK PM Arabische Welt



Interkulturelles
Projektmanagement
in der Arabischen Welt

Ein Ratgeber aus der Praxis
für die Praxis

Andreas Hauser






Das Buch

Dieser Ratgeber vermittelt den Schlüssel zu langfristigem Erfolg in der Arabischen Welt. Er zeigt die Bedeutung von Interkulturalität im Projektmanagement auf und schafft beim Leser Bewusstsein für kritische Situationen im Arbeitsalltag. Die praktischen Handlungsempfehlungen können direkt in der Zusammenarbeit mit arabischen Auftraggebern, Partnern und Mitarbeitern umgesetzt werden.


Die Inhalte

Projektmanagement im internationalen Kontext
Interkulturelle Managementkompetenz
Die Arabische Welt
Interkulturelles Projektmanagement:

– Strategie und Akquise
– Vorbereitung
– Organisation und Steuerung
– Kommunikation und Information
– Zeitmanagement
– Konfliktmanagement
– Teamentwicklung
– Leadership
– Risikomanagement
– Abschluss


Die Interessenten

Das Buch vermittelt praktische interkulturelle Handlungskompetenz für Projektleiter, Führungs- und Fachkräfte sowie Mitarbeiter, die beruflich in und mit der Arabischen Welt zu tun haben oder sich auf eine Zusammenarbeit / Entsendung vorbereiten.


Der Autor

Andreas Hauser hat mehr als zehn Jahre Projekte in 13 Ländern der Arabischen Welt geleitet. Er ist als Management- und Führungskräftetrainer für interkulturelle Kompetenz im In- und Ausland tätig und lehrt als Dozent an internationalen Hochschulen.



Das Buch kann direkt bei amazon.de bestellt werden, hier der Link:
 


Ich freue mich auf Rückmeldung und wünsche mir, dass das Buch als Inspiration und Leitfaden für den Projekterfolg in der Arabischen Welt wirkt! :-) 


Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | University Lecturer

www.developingculture.com


Sunday, 22 April 2012

Interkulturelles Training: Sicherheit


Sicherheit in der internationalen Zusammenarbeit:
Zwischen Vogel Strauß und Panzerwagen

SIETAR Deutschland e.V. 
Regionalgruppe München, 29. März 2012

Wenn es um das Thema Sicherheit geht, sind nur wenige Firmen international wirklich gut aufgestellt. Einige Unternehmen ignorieren das Thema komplett und schicken ihre Mitarbeiter ohne Vorbereitung in sicherheitsrelevante Länder; andere Organisation wiederum gehen aus Angst vor realen oder vermeintlichen externen Bedrohungen in Länder wie Mexiko, Arabien oder China auf mögliche Geschäfte gar nicht erst ein.
Um welche Arten von Sicherheitsthemen geht es dabei überhaupt? Welche Regionen oder Länder bergen Sicherheitsrisiken? Und wie sollte ein verantwortungsvolles Unternehmen mit Gefahren damit umgehen? Die interkulturelle Trainerin Carina Turbon und der Sicherheitstrainer Jim Collier diskutierten das Thema mit den Teilnehmern und gaben Tipps für Trainer, Berater und Personalverantwortliche.

Einstieg: „Was ist Sicherheit?“
Spannend war der Einstieg in den Abend: Die Teilnehmer gaben an, was sie unter Sicherheit verstehen, was sie damit in Verbindung bringen und was sie gerne darüber wissen würden – hier ein Querschnitt:
  • Sicherheit in Ländern
  • Uncertainty Avoidance
  • Kommunikation
  • Risikomanagement
  • Prävention
  • Definition aus interkultureller Prägung
  • Unfallvermeidung
  • Vertrauen
 Aufbauend darauf gab es vier Themenbereiche:
  1. Definition
  2. Status Quo
  3. Interkulturelle Sicht
  4. Vertrauen durch Verstehen

Definition
Risikomanagement als Dachbegriff deckt alle möglichen Risiken für ein Unternehmen oder Einzelpersonen ab; persönliche Sicherheit, die oft als erstes damit in Verbindung gebracht wird, ist ein kleiner Teil davon.
Eine Strategie oder eine Plan deckt mögliche Risiken ab und bildet ein Sicherheitsnetz, um Probleme zu vermeiden und um zu wissen, was bei Eintritt zu tun ist.
In einem fremden Land steigt das Risiko automatisch, obwohl das Maß an Risiko möglicherweise gleich ist => ungewohnte Umgebung und anderes Einschätzen von Verhaltensweisen führen zu Unsicherheit!
Grundsätzlich können drei verschiedene Arten von Risiko unterschieden werden:
  • Kriminalität
  • Naturkatastrophen
  • Politisches Umfeld

Taxi in Mexiko City: Kulturmerkmal oder Gefahr?


Status Quo
Nach einer Studie der Ostfalia Hochschule von 2010 zum Thema „Geschäftsreisen und Risikomanagement“ existiert nur in knapp 60% der deutschen Unternehmen ein Risikomanagement für Geschäftsreisen.
Nur jedes dritte Unternehmen bindet das Risikomanagement für Geschäftsreisen in das generelle Risikomanagement ein. Dabei handelt es sich nicht nur um Erkrankungen und Kriminalität in vermeintlich unsicheren Gebieten. Naturkatastrophen sowie Wirtschaftsspionage und Datendiebstahl zählen ebenfalls zum Risiko für Unternehmen.
Bei den Unternehmen fehlt es an Zeit, Know-How und dem Bewusstsein, dass dadurch Gefahren für die Mitarbeiter, aber auch für den Unternehmenserfolg minimiert oder abgewendet werden können.
Während 90% der Unternehmen allgemein mit Impfungen und Versicherungen vorbereiten, finden in weniger als 50% aktive Informationsmaßnahmen oder Trainings statt; 75% aller Geschäftsreisenden bereiten sich selbständig auf die Geschäftsreise vor.

Interkulturelle Sicht
Gerade das Thema „Security Awareness“ findet im interkulturellen Bereich Anwendung. Trainer für bestimmte Länder (z. B. Nigeria, Mexiko, Venezuela, Turkmenistan) werden zunehmend mit Fragen bezüglich der aktuellen Sicherheitslage vor Ort konfrontiert.
Nach den Erfahrungen der Teilnehmer nehmen jedoch nur wenige Firmen die Herausforderungen aktiv an und bieten für ihre Mitarbeiter Maßnahmen im Bereich Sicherheit an. 

 
Gefühlte Sicherheit: Straßenzug in Bahrain

Dabei können interkulturelle Aspekte und Sicherheit gut kombiniert werden. Die beiden Referenten berichteten von einem kürzlich erfolgten Training, bei dem Verhaltensmaßnahmen in anderen Ländern aus interkultureller Sicht beleuchtet wurden und Möglichkeiten zur Verbesserung der persönlichen und unternehmerischen Sicht erarbeitet wurden – ein neuer Ansatz, der jedoch sehr erfolgreich bei den Teilnehmern und den beauftragenden Unternehmen aufgenommen wurde.

Vertrauen durch Verstehen
„Wenn die Ursache erkannt ist, hört die Verwunderung auf.“ Dieses arabische Sprichwort lässt sich auch gut auf die Sicherheitslage in anderer Umgebung anwenden. 
Wenn jemand seine Umgebung besser einschätzen kann, das Verhalten der Menschen interkulturell deuten kann und die Menschen dadurch genauer versteht, kann Vertrauen entstehen. Eine passende Mischung zwischen gesundem Misstrauen und gesundem Vertrauen hilft in fremden Ländern und Regionen oft weiter.
Neben der Vorbereitung und Information vor der Reise (z. B. auf den Seiten der Auswärtigen Amtes und denen internationaler Botschaften) ist eine Achtsamkeit bezüglich der Umwelt ein wichtiger Faktor, um die (persönliche) Sicherheit zu erhöhen. Dazu muss natürlich im interkulturellen Kontext ein Verständnis vorhanden sein, auf was zu achten ist: Augenkontakt, auffällige Kleidung, Stadtviertel, Menschenansammlungen sind nur wenige Faktoren, die es zu beachten gilt.
Ein auf das jeweilige Land bzw. die Region zugeschnittenes Sicherheitstraining („Security Awareness“) macht Teilnehmer mit möglichen Szenarien im Vorfeld vertraut und schärft die gesunde Wahrnehmung.
Folgende Themen werden in solchen Trainings angesprochen bzw. geübt: 
  • Einschätzen von allgemeinen Risiken 
  • Erfahrungen im Land
  • Maßnahmen zur Prävention
  • Wahrnehmungs- und Verhaltenstraining
  • Einstufen von Risiken 
  • Reagieren auf Situationen
  • Low Profile

 
Interkulturelle Zusammenarbeit als Chance

Herzlichen Dank an Carina Turbon und Jim Collier für einen spannenden, augenöffnenden und inspirierenden Abend!

Carina Turbon, Konzeption und Durchführung von Trainings und Coachings im Bereich Interkulturelle Kompetenz z. B. für internationale Teams und im Rahmen der Auslandsentsendung von Führungskräften u. a. in Zentralasien (Kasachstan, Kirgisistan, Turkmenistan, Usbekistan), Russland, USA, Bolivien, Frankreich, Niederlande und Ungarn.
www.ct-cultura.com

Jim Collier
, Jahrgang 1966, 10 Jahre Militärdienst Britischen Militär, über 18 Jahre Erfahrung in privaten, behördlichen und diplomatischen Security u.a in Afrika sowie Nahen und Mittleren Osten, seit 2008 für die Result Group GmbH tätig.
http://www.result-group.com

Für mehr Informationen zu interkulturellen Trainings in sicherheitsrelevanten Ländern Lateinamerikas und der Arabischen Welt stehe ich gerne zur Verfügung. 


Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | University Lecturer

www.developingculture.com

 

Friday, 13 April 2012

Buchempfehlung: Arabische Golfstaaten

 
DIE GOLFSTAATEN

Wohin geht das neue Arabien? 
 
Rainer Hermann


Viel ist zu hören über die Staaten am Arabischen Golf – doch selten hat ein Buch wie das von Rainer Hermann so präzise und ganzheitlich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region dargestellt.




Die Vereinigten Arabischen Emirate mit Dubai und Abu Dhabi als Vorreiter, dazu das konservative Saudi-Arabien, der Fußball-WM-Ausrichter Qatar, das von Demonstrationen erschütterte Bahrain, der verschlafene Oman und das in den Hintergrund gerückte Kuwait bilden die Arabischen Golfstaaten.

Durch Öl- und Gasvorkommen sind sie zu Reichtum gekommen, und zunehmend geben sie weltweit den Ton bei Infrastrukturprojekten, aber auch bei wirtschaftlichen Entwicklungen an.


 Burj Khalifa in Dubai (828 m)


Was steckt hinter dieser Erfolgsgeschichte? Der langjährige FAZ-Korrespondent Rainer Hermann lebt seit 2008 in Abu Dhabi und hat seine Erfahrungen in einem äußerst gut recherchierten und lesenswerten Buch zusammengefasst.

"Die arabische Welt ist in Aufruhr: Umstürze, Konflikte und Neuaufbrüche kennzeichnen seit Anfang 2011 das Leben in Staaten wie Tunesien, Ägypten, Libyen und Syrien. Diese »Arabellionen« des »alten Arabien« sind Resultat der Sehnsucht einer ganzen Generation, die den gleichen Wohlstand, die gleichen Chancen und die gleiche freiheitliche Gesellschaftsordnung erreichen will wie westliche Demokratien.

Das »neue Arabien« der Golfstaaten wie Dubai oder Abu Dhabi hat in den letzten Jahrzehnten eine ganz andere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung genommen als die stagnierenden und korrupten Gesellschaften und Regime im Zentrum der alten arabischen Welt, mit Vorbildcharakter auch für deren rebellierende Jugend. Dort wachsen neue Städte, dort entsteht eine neue Kultur. " 



Paar vor der Skyline in Abu Dhabi


Welche Strategie steckt hinter den einzelnen Ländern? Welche Zukunftsvisionen schweben den Herrschern vor? Wo liegen die Herausforderungen? Und was bedeuten die Entwicklungen für uns Deutsche und Europäer?

Für mich als interkulturellen Arabien-Trainer ist das Buch "Die Golfstaaten. Wohin geht das neue Arabien?" ein tolles Kompendium, das ich gerne meinen Teilnehmern empfehle, um einen tieferen Einblick in die boomende Region zu bekommen und auch die Unterschiede wahrzunehmen. 




Viel Freude beim Lesen über diese spannende und aufstrebende Region! :-)


Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | University Lecturer

www.developingculture.com


Monday, 19 March 2012

Dubai / United Arab Emirates


Intercultural Impressions
from Dubai / UAE


Dubai is always worth a trip: No matter whether you enjoy the city or you find it too artificial, it never fails to impress...

Here are some impressions from my recent trip to this business and tourism hub, and as always there are so many intercultural pecularities to take note of... Enjoy!


Regular street signs:
What is the connection between the two...?
 


 
Al Jahili Fort in Al Ain -
rebuilt by a German company!



Simply amazing and beautiful:
Burj Khalifa with 828 m
 


 
My name is everywhere!



 
Oasis heritage still alive in Al Ain



 
Possibly my best desert picture...



 
Morning desert impression at Bab al Shams



 
Colorful waffle - is it a German flag??



 
Aquarium at the Dubai Mall



And here it is, probably the best picture showing the daily reality of Dubai and the Gulf States... it is not my picture, but was taken by a former participant now living in Dubai... take a look and let it sink for a while....



Strange, isn't it? Did you get it? Well, if not, here is the clue: What was the original assignment to the guy who painted it, what was he told to do...? 

:-))))))



Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | University Lecturer

www.developingculture.com

Sunday, 8 January 2012

Interkulturelle Literatur: Arabische Golfstaaten



Inschah'allah Arabia

Katar, drum herum und außerdem...


Harriet von Oelhafen


"Wir kamen im Hochsommer 2005 das erste Mal nach Katar. 'Zum Schnuppern', wie es in der Firma meines Mannes so schön hieß... Der erste Tag war ein klares 'Nein, da gehen wir nicht hin'. Der zweite ein 'Nun ja' und der dritte ein 'Wir machen das', denn da waren wir dem Zauber dieser anderen Welt bereits erlegen."


 


Über fünf Jahre hinweg sammelte Harriet von Oelhafen ihre Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken als westliche Expat in der Arabischen Welt. Mit viel Witz und Charme, doch nicht ohne Selbstironie und voller Respekt für die so andere Kultur, verknüpft die Autorin ihre vielschichtigen nicht selten skurril anmutenden Erfahrungen aus dem Alltag in der Fremde mit interessantem Hintergrundwissen. 

Was entstand, gleicht einem faszinierenden Kaleidoskop des bunten Lebens auf der Arabischen Halbinsel, das weit tiefere Einblicke zu geben vermag als so mancher Reiseführer oder interkulturelle Ratgeber...




Das Buch ist eine Sammlung unterschiedlicher Erlebnisse, refklektiert aus subjektiver Sicht der Autorin – und für mich ein wunderbares Spiegelbild einer Kultur, die uns oft fern erscheint.

Harriet von Oelhafen gibt nicht nur Einblicke in den Staat Katar, der mit seinen Investitionen ein Flaggschiff in der Region darstellt, sondern erzählt auch von ihren Erfahrungen in Kuwait, Saudi-Arabien, den VAE, Oman und Jemen. 

Ich kann das Buch allen wärmstens empfehlen, die gerne hinter den kulturellen Vorhang anderer Länder schauen und sich inspirieren lassen von den Gegensätzen der Arabischen Golfstaaten! 

Das Buch kostet 16,80 € (inkl. Versand). Es ist nicht im Buchhandel erhältlich, sondern kann per Email bestellt werden: 


Ich wünsche viel Spaß und Freude beim Lesen! 



Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | University Lecturer

www.developingculture.com


Offene interkulturelle Trainings 2012


Interkulturelle Seminare für die 
Arabische Welt und Lateinamerika 

Offene Trainings in Regensburg und Wien


Die meisten international agierenden Firmen haben in der Zwischenzeit erkannt, wie wichtig die interkulturelle Kompetenz ihrer Führungskräfte und Mitarbeiter für den geschäftlichen Erfolg ist. Ein interkulturelles Training ist somit eine wichtige Basis für die Nutzung beruflicher Chancen im Ausland. 

Wie jedes Jahr biete ich als interkultureller Trainer für die Arabische Welt und Lateinamerika offene Trainings und Seminare an, in Zusammenarbeit mit ti communication in Regensburg/D und in Wien/Ö. 


Ausschreibung Saudi-Arabien-Training


Gerade für kleine Unternehmen oder Einzelpersonen, die sich auf ein Land oder eine Region interkulturell vorbereiten wollen, bieten die offenen Seminare eine preisgünstige Alternative zu Inhouse-Seminaren. Und gerade die Zusammensetzung mit Teilnehmern aus unterschiedlichen Branchen erweist sich oft als sehr inspirierend für den Erfahrungsaustausch! 

Nachfolgend stelle ich die verschiedenen Trainings einzeln vor, jeweils mit dem entsprechenden Weblink zur vollen Ausschreibung: 

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Erfolgreich und kompetent in Dubai und den Golfstaaten
Interkulturelles Training für Fach- und Führungskräfte

Dubai symbolisiert das ungebremste Wirtschaftswachstum der Anrainerstaaten des Arabischen Golfes. Doch nicht nur die Vereinigten Arabischen Emirate, sondern auch Länder wie der Oman, Katar, Bahrain, Kuwait und Saudi-Arabien gelten als erstklassige Adressen für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen. In der Zusammenarbeit mit arabischen Partnern treffen ManagerInnen häufig auf Handlungsweisen, die auf den ersten Blick fremd und unerklärlich wirken.
Persönlicher Kontakt, Kommunikation, Arbeitsstil, Verhandlungen und Konflikte werden in der arabischen Kultur anders interpretiert als im deutschsprachigen Raum. Gerade bei zeitintensiver Projektarbeit kann die Vermeidung von interkulturellen Missverständnissen der Schlüssel zu langfristigem Erfolg am Arabischen Golf sein.

Termine: 
12. - 13. März 2012 in Regensburg
25. - 26. Oktober 2012 in Regensburg







Erfolgreich und kompetent in Mexiko
Interkulturelles Training für Fach- und Führungskräfte

Mexiko hat über 110 Millionen Einwohner und ist als Land rund sechs Mal so groß wie Deutschland. Wirtschaftlich gesehen fungiert es als Brückenkopf zwischen Lateinamerika, den USA und auch Europa. Als Produktions- und Absatzmarkt gewinnt Mexiko zunehmend an Bedeutung und stellt gerade in den letzten Jahren für deutsche Unternehmen eine große Chance und Herausforderung dar.

Termine: 
10. - 11. Mai 2012 in Regensburg
13. - 14. Dezember 2012 in Regensburg







Erfolgreich und kompetent in Saudi-Arabien
Interkulturelles Training für Fach- und Führungskräfte

Das Königreich Saudi-Arabien ist das größte und bevölkerungsreichste Land der Arabischen Halbinsel. Die Erdölförderung bildet die Haupteinnahmequelle und hat den Wüstenstaat in ein modernes Wirtschaftszentrum verwandelt. Noch stärker als in anderen arabischen Ländern steht der Islam als Staatsreligion für das Selbstverständnis der Saudis und beeinflusst stark das tägliche (Geschäfts-) Leben.

Termine: 
19. - 20. April 2012 in Regensburg
8. - 9. November 2012 in Regensburg







Interkulturalität im Projektmanagement
Erfolgsstrategien in der internationalen Zusammenarbeit

Eine effektive und umfassende Vorbereitung auf neue oder sich ändernde Marktbedingungen im Ausland ist im täglichen Geschäftsleben zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Im Projektmanagement wird jedoch nur ein geringes Augenmerk auf die zusätzlichen Herausforderungen des internationalen Umfelds gelegt – dabei sind es oft gerade die interkulturellen Missverständnisse, die Nerven, Zeit und Geld kosten,und sogar ganze Projekte zum Scheitern bringen können.

Termine: 
26. - 27. März 2012 in Wien
19. - 20. November 2012 in Wien



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Und wer sich für andere Länder interessiert, der findet das komplette Programm mit offenen Trainings zum Download hier:
 

Vielleicht sehen wir uns bei einem der Trainings, ich würde mich freuen! :-)


Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | University Lecturer

www.developingculture.com


Wednesday, 1 June 2011

Vortrag SIETAR Regionalgruppe München


Aufschwung oder Niedergang?
Die Arabischen Golfstaaten
nach der Finanzkrise 

Andreas Hauser MBA
 12. Mai 2011


"Goodbye, Dubai", "Finanzkrise am Golf verschärft sich", "Schockwellen in Arabien" – das waren nur einige der Schlagzeilen, die im Zusammenhang mit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2008 durch die Medien getrieben wurden. 

Dem gegenüber stehen scheinbar widersprüchliche Meldungen von ambitionerten Zukunftsprojekten: "Abu Dhabi will VW-Großaktionär werden", "Katar erhält Zuschlag für die Fußball-WM 2022", "Saudi-Arabien will höchstes Gebäude der Welt bauen".



Wie passt das zusammen? Wie sieht die wirtschaftliche Lage in den Arabischen Golfstaaten gegenwärtig aus? Welchen Einfluss haben die aktuellen politischen Veränderungen in der Region? Und welche interkulturellen Hintergründe sind gerade für deutsche Unternehmen wichtig?

Auf Basis meiner Reisen 2011 in den Arabischen Golf präsentierte ich einen interkulturellen Einblick in die betreffenden Länder und zeigte an Beispielen auf, wie die Länder Katar, Saudi-Arabien und die VAE zukünftig ihre Rolle als regionale und globale Wirtschaftsmotoren umsetzen wollen.


Wie gut ist die Arabische Welt /
der Nahe Osten bekannt?
 

Da einige Teilnehmer bereits im Vorfeld angedeutet hatten, dass sie wenig bis gar keine Erfahrung über den Kulturraum mitbringen, gestaltete ich den Einstieg spielerisch: In zwei Gruppen geteilt gab ich die Aufgabe vor, aus vorhandenen Länderpuzzleteilen den Nahen Osten zusammen zu setzen – ein durchaus nicht leichtes Unterfangen, selbst für erfahrene Hasen in der Region!



Typischerweise lassen sich einige regionale Definitionen unterscheiden, allerdings gibt es hier meist keine klare Abgrenzung und die Übergänge sind fließend:

Die Arabische Welt:
definiert durch die Sprache und damit auch teilweise durch die Ethnien: alle Länder, die Arabisch als offizielle Sprache haben

Der Nahe Osten / Middle East:
ein Kerngebiet mit Ägypten und der Arabischen Halbinsel sowie Iran; ein erweitertes Gebiet einschließlich der nordafrikanischen Länder sowie der muslimisch geprägten Afghanistan und Pakistan; manchmal ist auch die Türkei aus historischer Sicht (Osmanisches Reich) inbegriffen

Gulf Cooperation Council GCC:
die sechs Anrainerstaaten des arabisch-persischen Golfs: Kuwait, Bahrain, Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Oman und Saudi-Arabien



Arabische Golfstaaten

Ein erster Überblick über die Golfstaaten verdeutlicht die teils gravierenden Unterschiede zwischen den Ländern, in Bezug auf die Landesgröße, die Einwohnerzahl und die wirtschaftlichen Kennziffern:


 
Quelle: CIA World Factbook


Die Länder Kuwait, Bahrain und Oman stellte ich an dem Abend nur in kurzen Ausschnitten überblicksartig dar, um einen ersten Eindruck zu geben.

Der Fokus des Abends lag auf Saudi-Arabien, den VAE und Katar, die sich gerade in den Zeiten der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise sehr unterschiedlich in ihrem Umgang mit den Auswirkungen gezeigt haben.

Diese drei Länder habe ich jeweils mit touristischen und wirtschaftlichen Werbevideos dargestellt, um eine aktuellen Eindruck von der Lage sowie den Zukunftsplänen zu zeigen.


Das Königreich Saudi-Arabien:
 
  • Das bevölkerungsreichste Land der Arabischen Halbinsel
  • 20 Millionen Saudis bei 10 Millionen Gastarbeiter
  • Unabhängigkeit 1932
  • Seitdem schnelle Modernisierung des Landes
  • Strenge Auslegung des Islam (Wahhabismus)
  • Über 8 Millionen Touristen jährlich: Pilgerreisende nach Mekka und Medina
  • Starke gesellschaftliche Trennung in Oberschicht (Königshaus Sa’ud) sowie Mittel- und Unterschicht
  • Enorme Investitionen in die Wirtschaft sowie den Ausbau der Bildungsinstitute (KAUST) und Infrastruktur
  • Geplant: Mile-Tower in Jeddah (1.609 m Höhe)


Das Emirat Abu Dhabi (VAE):

  • Armes Fischerdorf am Golf: nach Öfunden rasante Entwicklung und Modernisierung
  • Hauptstadt und reichstes Emirat der VAE
  • Unabhängigkeit der VAE 1971 (40-Jahr-Feier am 2.12.11)
  • Geschätzte 100.000 Einheimische und 900.000 Gastarbeiter
  • Sitz des teuersten Hotels der Welt (Emirates Palace), des größten Staatsfonds der Welt (ca. 500 Mrd. US$) und der am schnellsten wachsenden Fluglinie (Etihad Airways)
  • Enorme Zukunftsprojekte: mehrere neue Stadtviertel, Finanzzentrum (Sowwah Island), kulturelle Attraktionen (Guggenheim, Louvre)
  • Sehr große Investitionen in den Wirtschafts- und Produktionsstandort


Der Staat Katar:

  • Halbinsel im Arabischen Golf
  • Reichstes Land der Welt nach pro-Kopf-Einkommen
  • Rund 1 Mio. Einwohner in der Hauptstadt Doha
  • Rasante Bauentwicklung
  • Mega-Infrastrukturprojekte (Brücken, Inseln, Bahn)
  • Ausrichter der Fußball-WM 2022 mit geschätzten 80 Mrd. US$ Investitionen


Thesen zur aktuellen Lage

Aufgrund der gegenwärtigen Lage und der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie den aktuellen politischen Bewegungen in den einzelnen Ländern stelle ich vier Thesen vor:


These 1:

Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Arabischen Golfstaaten getroffen und ihr Wirtschaftswachstum gebremst – aber je nach Land nicht aufgehalten.

Auch wenn in Dubai die Börse sich von dem Abstieg noch nicht erholt hat, stehen die Zeichen z. B. in Katar schon wieder auf Aufwind – was nicht zuletzt durch die Erwartungen an die Fußball-WM getragen wird. Allein die Tatsache, dass ein kleines, unbedeutendes Land wie Katar in der Lage ist, solch ein weltweites Event an Land zu ziehen, zeugt von dem wirtschaftlichen Selbstbewusstsein der Länder am Golf.

Quelle: bloomberg.com


These 2:

Schwankungen beim Wirtschaftswachstum sind in den Arabischen Golfstaaten nichts Außergewöhnliches – trotzdem bleiben die Wachstumsraten hoch.

Die Schwankungen im Wirtschaftswachstum der vergangenen zwei Jahre waren zwar hoch und haben auch bis dato solide Firmen in Bedrängnis gebracht; allerdings zeigt das Beispiel Saudi-Arabien, dass solch ein Auf und Ab schon in den vergangenen Jahren normal war. Trotz der Krise haben sich die Wachstumsraten schon wieder auf hohem Niveau stabilisiert.

Quelle: CIA World Factbook


These 3:

Die gegenwärtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen aufgrund des schnellen Wachstum werden genau als solche wahrgenommen: als Herausforderungen.

Natürlich gibt es Bereiche, gerade auf gesellschaftlicher Ebene, in denen die Entwicklung einfach zu schnell ging: innerhalb von vier Jahrzehnten vom Kamel auf den X6 umzusteigen ist mit Problemen behaftet. Einige Themen wie z. B. Pressefreiheit oder Frauenrechte werden nur zögerlich umgesetzt; andere hingegen, zu denen auch die nachhaltige Energien gehören, werden mit großen Visionen und Risikobereitschaft angegangen (z. B. Masdar in Abu Dhabi, www.masdar.ae).


 
Quellen: verschiedene Indexe


These 4:

Die gegenwärtigen sozialen und politischen Veränderungen werden den Prozess einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung nicht vereinfachen, aber langfristig weiter vorantreiben.

Die Herrscher und die Einwohner dieser Länder sind sich wohl bewusst, dass sich ihre Entwicklung auf die Ölreserven sowie die gesellschaftlichen Gegebenheiten vor Ort stützt. Die Öffnung im wirtschaftlichen Bereich bringt auch Risiken für die Verhältnisse mit sich: in Dubai bildet die einheimische Bevölkerung gerade mal 5% der Einwohnerzahl; und im konservativen Saudi-Arabien weckt der Zugang zu westlichen Medien gerade unter den jungen Menschen den Wunsch nach Veränderung.

Gerade der Druck von unten und der Wunsch nach Jobs und angemessenem Einkommen ist es, was die gegenwärtigen politischen Bewegungen auch in den Golfstaaten ausmacht; und nicht zuletzt um ihre Macht zu erhalten, wird die herrschende Schicht alles tun, um die Zufriedenheit ihrer Landsleute nachhaltig zu sichern.


 
Quellen: uaeinteract, Gulf News



Für weiteren Kontakt zu den aktuellen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Ereignissen in der Arabischen Welt stehe ich gerne zur Verfügung. 

Und danke für die aktive Teilnahme und die lebhaften Diskussionen! :-)





Andreas Hauser
Management Consultant | Intercultural Trainer | University Lecturer

www.developingculture.com


www.sietar-deutschland.de

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